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Spannende Kreativtage in Dresden

Kreativtage © Anne Hornemann-3890

Zwei Kreativtage in Dresden.

Zwei unterschiedliche Settings: indoor und outdoor.

Zwei Initiatoren: Daniel und Anja Mangatter.

Viele Inspirationen. Viele unterschiedliche und ähnliche Ansichten der WorkshopteilnehmerInnen. Viele unterschiedliche Dialekte und Lebenswege. Gemeinsam vereint uns die Liebe und Leidenschaft zur Photographie und aus diesem Grund sind wir zusammengekommen, um etwas Kreatives entstehen zu lassen und voneinander zu lernen! Nun lest und seht, was geschah…

Tag 1: Orientalisches Ambiente im alten Schloss

Anja und Daniel Mangatter hatten diesen wunderschönen Ort herausgesucht für unser orientalisches Shooting und sogar eine Bauchtänzerin als Modell gewonnen. Wow! Da habe ich Klappaugen bekommen! Wir ließen uns von den facettenreichen Räumen des alten, verlassenen Schlosses inspirieren und jeder fand seine besondere Ecke in der er mit Silke, der Bauchtänzerin, photographieren konnte. Ein Mix aus Hüftbewegungen und ästhetischen Posen. Ein Hauch Shakira zu arabischen Melodien. In zweier Gruppen ließen wir die Ideen sprudeln und halfen uns gegenseitig bei den Umsetzungen. Bei den extrem heißen Temperaturen hatte man wirklich das Gefühl irgendwo zwischen der Türkei und dem Nahen Osten zu sein. Im Hintergund erklang Fairuz, meine Lieblingssängerin aus Ägypten. Der Duft von arabischem Kaffee mit Kardamom und syrischen Baklava-Spezialitäten rundete den Nachmittag ab. Alle waren positiv überrascht von der Vielseitigkeit des vorerst schlichten und dann kreativen Settings. Nach und nach fügten wir gemeinsam passende Assesoirs hinzu (siehe Kaminbild). Zuhause angekommen war ich ganz schön platt aber glücklich von diesem langen und vielseitigem Tag.

Tag 2: Ein alter Zirkuswagen und eine „Circus Princess“

Wir stöberten durch die Moodboards (Bildersammlungen zu einem Thema, wie Pinterest) einzelner TeilnehmerInnen und besprachen den Ablauf des Tages, die unterschiedlichen Bildgeschichten jedes Einzelnen und die Settings, die wir aufbauen wollten. Wer mich kennt, wird wissen, dass ich immer eine Geschichte zu den Bildern brauche, ob davor oder danach. Es darf nicht nur ein „schönes“ Bild sein, es brauch Tiefe. Und nachdem ich die Kulisse gesehen hatte, verflog meine Skepsisfalte im Gesicht und wandelte sich in Tagträumereien. Mein Ziel für den heutigen Tag war formuliert. Ich wollte die Geschichte der „Dreigroschenoper“ aufgreifen, vielmehr ein Mix aus der Figur „Jenny“, wenn sie ihr Seeräuberlied singt (bitte auf den Link klicken und bei der Diashow anhören) und dem Gesang einer Moritat wie z.B. Mackie Messer.

Und los ging es! Bei über 30 Grad waren wir den ganzen Tag draußen und schwitzten gemeinsam, hielten uns lachend Kühlakkus in den Nacken und erfreuten uns an den vielen Möglichkeiten vor Ort. Unser Modell Susann trotzte der Hitze und stand uns den ganzen Tag zur Verfügung. Sogar einen Dalmatiner gab es und viele Luftballons und Lisann als Videographin! Doch da Dalmatiner und Luftballons nicht zu meinem persönlichen Thema gehörten, werdet ihr diese Bilder eher bei meinen KollegInnen oder im bald erscheinenden Making of-Video wieder finden.

 

Es waren zwei aufregende, brütend heiße Dresdentage und ich danke Anja und Daniel Mangatter für die wunderbare Organisation und Inspiration. Im Herzen trage ich die intensiven Gespräche unter Gleichgesinnten und bin gespannt auf weitere kreative Abenteuer! Erkenntnis: eine Nebelmaschine ist doch gar nicht so schlecht wie gedacht. Einfach mal was ausprobieren. Juti, mach ich! Bin ja eh ein kleiner Fan von Inszinierungen und coolen Hintergründen. Und die gab es dort ja zu Hauf! Danke für das Hervortreten aus der Komfortzone!  😉

ba